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Category Archives: Allgemein
Sternstunde in Bingen
| 28. März 2012 | ||
| 18:30 | bis | 21:30 |
Ort: NH Hotel Bingen
Programm
Christian Görtz: Neue Kunden gewinnen durch Marketingkooperationen.
Cosima Reichwein: Mit Bildern Klarheit schaffen
Clemsens Adam: Warum nicht fragen – Keinen Auftrag haben Sie doch schon vom
Jürgen Seckler: Gesundheit ist machbar – Krankheit auch
Uwe Hiltmann: Die SoLoMoN Strategie: Wie Sie mit Social Media, Lokalem Marketing und MobileN Websites Ihre Kunden von sich als Experten überzeugen
Kai-Jürgen Lietz: Getrickst, gefälscht und selbst aufs Kreuz gelegt: Die Anatomie unserer Kaufentscheidung
Moderation: Heinz H. Meloth
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Sternstunde in Maintal 2012
| 12. September 2012 | ||
| 19:00 | bis | 21:30 |
Ort: Rathaus, Klosterhofstr. 4-6, 63477 Maintal-Hochstadt, Sitzungssaal im 2. OG
Programm: Wird noch bekannt gegeben
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Nutzung natürlicher Talente legt schlummernde Ressourcen frei
Weil wir kein Gold in der Erde haben, müssen wir es in den Köpfen der Menschen finden
Die Nutzung natürlicher Talente legt schlummernde Ressourcen frei – daraus entstehen attraktive Perspektiven für Unternehmen und Mitarbeiter
Der Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft und die Folgen der Globalisierung stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Schnelllebigkeit und Komplexität sowie das geringe Angebot an Fachkräften müssen bewältigt werden. In der neuen Wirtschaft ist der Mensch der zentrale Erfolgsfaktor und die Schlüssel-Komponente für jedes Kerngeschäft. Unternehmen produzieren zukünftig mehr intellektuelle Leistung. Sie brauchen Wissensmitarbeiter, denn deren Potenziale und kreative Leistung sind der wichtigste Schlüssel zum Erfolg. Produkte sind oft austauschbar, die Individualität des Menschen dagegen ist einzigartig.
Die starken Triebkräfte des Lebens kanalisieren sich in existentiell notwendigen, miteinander konkurrierenden Grundbedürfnissen, wobei jeder Mensch eigene Prioritäten bildet. Während der eine sein Glück im Streben nach Durchsetzung findet, ist für einen anderen die Entwicklung neuer Ideen bedeutend. Wieder andere finden körperliche oder geistige Sicherheit wichtiger. Die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Führungskräften werden am Besten im talentorientierten Führungs-System erfasst. Dort stehen sie für strategische, wie auch situative, Entscheidungen zur Verfügung. So lassen sich Stellen mit intrinsisch motivierten Menschen optimal besetzen. In der weiteren Konsequenz generieren sich aus den natürlichen Stärken des Einzelnen bessere Produkte und Leistungen des Unternehmens.
Die intrinsische Motivation ist der große Energiespender allen menschlichen Handels. Daraus werden wiederum die besten Voraussetzungen für persönlichen und unternehmerischen Erfolg geschaffen.
Die talent-orientierte Führung fördert eine offene Haltung, ein hohes Maß an Kritikfähigkeit und Selbstreflexion. Effektive Kommunikation sowie ein vertrauensvoller Umgang führen zur Entfaltung und Nutzung emotionaler Intelligenz und setzen weitere Kräfte frei. So bringt ein sich dynamisch entwickelndes Team im Leistungs-Portfolio ein höheres Engagement aller Beteiligten und bewirkt, dass alle „PS unter der Haube“ des Unternehmens auf die „Straße des Erfolgs“ gebracht werden! Eine talent-orientierte Unternehmenskultur, die auf den Stärken der Mitarbeiter gründet, schafft außerdem gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen, weil sie die intrinsische Motivation der Beteiligten erzeugt und viele Synergieeffekte hervorruft.
Die Umsetzung aller Punkte wäre der Idealfall für die Unternehmen am Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Realität sieht jedoch noch ganz anders aus. Die Gallup-Untersuchung belegt seit Jahren unverändert, dass
• nur 13% der Mitarbeiter in Deutschland eine hohe emotionale Bindung zu Ihrem Unternehmen empfinden (in den USA immerhin 29%)
• 66% aller Mitarbeiter in deutschen Unternehmen keine echte Verpflichtung gegenüber ihrer Arbeit spüren und gewissermaßen nur Dienst nach Vorschrift leisten
• 21% davon innerlich bereits gekündigt haben! Sie verhalten sich am Arbeitsplatz oft destruktiv und zeigen unerwünschtes Verhalten, das zu Lasten der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens geht.
Die Ursachen sind bei genauerem Hinsehen klar erkennbar: Ineffiziente, mangelnde oder falsche extrinsische Motivation durch die Situation am Arbeitsplatz, kann Demotivation, Frust und Enttäuschung zur Folge haben. Diese Symptome führen wiederum zu unzufriedenstellenden Ergebnissen und schlechtem Klima im Betrieb, bis hin zur gesundheitlichen Beeinträchtigung.
Es ergibt sich die Frage, wie die „Treiber“ für Erfolg „gut verträglich“, besser gesagt, optimal genutzt werden können und sich daraus eine unternehmens-strategische Lösung entwickelt. Die Ausgangs-Basis ist die Überzeugung: „Jeder Erfolg ist steigerbar – wenn man weiß wie es geht“. Daraus geht ein menschen-orientiertes, klar strukturiertes Unternehmens-Führungs-Konzept hervor, mit dem Unternehmen methodisch gestützt und durch Konzentration auf die natürlichen Talente des Menschen Folgendes erreichen:
• Statt Demotivation: das Brennen für die Aufgabe
• Statt minimale/geringe Nutzung der Ressourcen einer Person: „alle verfügbaren PS“ werden angesprochen, auf die Straße des Erfolgs gebracht und durch Lernen, Trainieren und Coachen auf „Turbo“ geschaltet.
Die vier strategischen Schritte sind:
1. Talent-Exploration: Freilegung der natürlichen Talente des Menschen (nicht zu verwechseln mit seinem Wissen und Können). Entdecken und frei legen, was jeden Menschen einzigartig macht.
2. Persönlicher Entwicklungs-Plan (später auch ein Team- bzw. Gruppen- und Unternehmens-Entwicklungs-Plan).
3. Förderung und Entwicklung des individuellen, persönlichen Wachstums durch Lernen, Trainieren, Coachen.
4. Abschlussbaustein „Ankommen“: Hier wird gezielt sichergestellt, dass alle Beteiligten am Projekt „dran bleiben“, sich nicht von den Dringlichkeiten des Tages-Geschäftes „wegspülen“ lassen und über die Vollendung der einzelnen Teil-Abschnitte am Entwicklungsziel ankommen. Dies ist eine wichtige Komponente, denn oft starten solche Initiativen sehr optimistisch, „versanden“ aber mit der Zeit, statt zu Ende geführt zu werden. Eine speziell entwickelte Software stabilisiert den „Success-Factory Prozess“ und liefert jederzeit aktuelle Informationen und Impulse zum Stand der Personal- und Potenzialentwicklung.
Die in der Praxis vielfach erprobte Methode hat die gleiche Basis wie der Leistungssport: Keiner wird Olympiasieger, wenn er nicht auf der Grundlage seiner natürlichen Talente dieses Ziel konsequent verfolgt.
Das Success-Factory-Konzept hat betriebswirtschaftliche und personale Relevanz. Es beeinflusst die positive Entwicklung von Umsatz und Gewinn durch die Leistungsmotivation der Mitarbeiter und stimuliert übergreifend das gesamte Betriebsklima. Darüber hinaus bewirkt die intrinsische Motivation die Erfüllung der acht polaren Grundbedürfnisse des Menschen:
• Zugehörigkeit und Individualität
• Sicherheit, Durchsetzung und Bestätigung
• Erkenntnis, Wachstum und Empathie
• Erfolg, Selbstbewusstsein und Anerkennung
Die auf die natürlichen Talente fokussierte Führung bedient die tieferen Motive der Beteiligten. Daraus folgt ein „Brennen für die Ziele“ und Leidenschaft als Basis für außergewöhnliche Erfolge. Eine volle Identifikation mit der Aufgabe konzentriert die Energie, fördert die Gesundheit und senkt die Fluktuationsrate. Das Konzept ist in bestehende Strukturen leicht zu integrieren.
PDF-download hier:
http://www.heinzmeloth.com/wp-content/uploads/2009/02/Das-SUCCESS-Factory-Konzept-1-S.pdf
Autor: Heinz Meloth, Berater, Inspirator und Coach, Mainz. www.HeinzMeloth.com
Über Heinz Meloth
Heinz Meloth ist Berater, Coach, Trainer und Inspirator mit mehr als 30 Jahren internationaler Management-Erfahrung. Zuletzt war er 15 Jahre Vorstandsmitglied der Cannon-Holding, einem führenden Global Player im Maschinen- und Anlagenbau in Mailand. Dort verantwortete er das Ressort Business Development und gestaltete die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf sich neu entwickelnden Märkten. Meloth folgt dem Leitsatz: „Jeder Erfolg ist steigerbar.“ Sein Unternehmensführungskonzept „Success-Factory“ bietet innovative Lösungsvorschläge zur Sicherung und Entwicklung des „Human-Kapitals“. Es stellt den Menschen und seine natürlichen Talente in den Vordergrund und betrachtet diese als wichtigstes Potenzial und Grundlage aller wirtschaftlichen Erfolge. Weitere Informationen unter www.HeinzMeloth.com.
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Sternstunde in der HWK Darmstadt
| 1. September 2011 | ||
| 18:00 | bis | 20:00 |
Ort: Handwerkskammer Rhein-Main, Hindenburgstraße 1, Darmstadt
Programm
Zum Herunterladen der Präsentationen einfach auf den Link klicken!
Christoph Burkard: Die Mathematik des erfolgreichen Verkaufs
Peter Hupke: Angst vor der Kaltakquise? So lösen Sie Akquiseblockaden auf
Christian Görtz: Neue Kunden gewinnen und Umsatz steigern durch Marketing-Kooperationen
Cosima Reichwein: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – So nutzen Sie die Macht der Bildbotschaften
Falk Kähny: Video und Social Media Marketing für Handwerksbetriebe. Wie Handwerksbetriebe mit Facebook und Co neue Kunden gewinnen
Elke Behrendt: Echt gute Beziehungen
Moderation
Kai-Jürgen Lietz
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Sternstunde in der IHK Offenbach 2011
| 10. November 2011 | ||
| 19:00 | bis | 21:00 |
Eine spannende Sternstunde für Einzelhändler in den Räumen der IHK Offenbach
Die Referenten und ihre Themen:
Kai-Jürgen Lietz: Machen Sie Ihre Zukunft doch selbst – gestalten statt reagieren
Christoph Burkhard: Die Mathematik des erfolgreichen Verkaufs
Elke Behrendt: Echt gute Beziehungen
Graham Rogers: So lernen wir
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Was ist Mentalfitness?
Was ist Mentalfitness?
Mentale Fitness oder Kompetenz ist der Ausdruck des (A.d.R. Geistige) Vermögens eines Menschen,
- sich nicht impulsiv vom Moment mit seinen noch unverarbeiteten Eindrücken durch ein ständiges Wechselbad der Gefühle ziehen, verunsichern und zu ungereiftenÄußerungen, Entscheidungen und Handlungen verleiten zu lassen, sondern
- sich sowohl von fixierten persönlichen als auch in der Organisationskultur oder verankerten oder zeitgeistig fixierten Denk- und Verhaltensmustern befreien und von bewährten Erfolgspfaden lösen zu können;
- sich einer Aufgabenstellung auf alternativen Lösungskorridoren zu nähern; ein Ziel auf ungewohnten bzw. einer Kombination von Wegen erreichen zu können;
- in der Situation über der Situation zu stehen und sich so ungeachtet der Rahmenbedingungen innerlich frei, (welt-)offen und konzentriert an seiner oberen Leistungsgrenze bewegen zu können.”
Quelle: Volk, Hartmut: Ausweg aus den alten Denkfallen. Warum mentale Fitness immer mehr an Bedeutung gewinnt. LZ 7 vom 19. Febr. 1999 (Personal und Management)
Wo hat es konkrete Auswirkungen gehabt?
Die US-amerikanische Firma Sears (Warenhauskette) stellte 1998 anhand empirischer Untersuchungen ein Ursache-Wirkungs-Modell auf, die „Employee-Customer-Profit Chain“, die den positiven Zusammenhang zwischen Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenservice und Gewinn aufzeigt:
Danach hat Mitarbeiterzufriedenheit einen direkten Einfluss auf den Umgang mit dem Kunden und die Kundenzufriedenheit hat einen direkten Einfluss auf den Unternehmensgewinn.
Laut dieser Studie bei Sears hat zum Beispiel eine Verbesserung der Mitarbeitereinstellung um 5% eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit von 1,3% zur Folge, was wiederum einen Gewinnzuwachs von 0,5% nach sich zieht.
Die Sears Employee-Customer-Profit Chain wurde aufgrund einer Unternehmenskrise entwickelt. In 1992 verzeichnete Sears einen dramatischen Gewinnrückgang. Das Ergebnis der Bemühungen war herausragend: 1993 betrug der Shareholder Return rund 56%, die Nettoeinkünfte lagen bei
$ 752 Millionen und der Verkauf steigerte sich um 9% gegenüber dem Vorjahr.
R.U. Darby, ein Goldsucher, dessen Mine keinen Ertrag zu bringen schien, gab auf und erfuhr später, dass er nur einen Meter von der richtigen Stelle entfernt gewesen war. Er nahm diese Erfahrung zum Anlass für eine große Karriere als Vertreter. Als er auch noch sah, wie sein Onkel, ein Farmer, nur durch die schier unbesiegbare Willenskraft eines kleinen schwarzen Mädchens in die Knie gezwungen wurde, erkannte er eines der großen Geheimnisse des Erfolges: Beharrlichkeit.
Henry Ford ließ seine Ingenieure über ein Jahr an dem 8-Zylinder-Motor arbeiten, der damals ein Ding der Unmöglichkeit zu sein schien. Aber schließlich kam der Erfolg, der einzig und allein auf einer guten Idee beruhte.
All diese Geschichten zeigen folgendes: Zuerst braucht man eine Idee, dann muss man beharrlich an der Umsetzung arbeiten und niemals aufgeben – Niederlagen können ebenfalls die Grundlage für Erfolg sein. Am Ende wird der Lohn der Mühen größer sein als erwartet.
Quelle: Napoleon Hill “Denke nach und werde reich”Kann ich das umsetzen im Business und/oder privaten Umfeld?
Ja! und zwar durch Autosuggestion, d.h. Selbstbeeinflussung, können Sie all ihre Ziele erreichen. Nützlich hierfür ist folgende Visualisierungsübung:
Konzentrieren Sie sich und stellen Sie sich ihr Ziel genau vor und stellen Sie möglichst eine emotionale Bindung dazu her. Versuchen Sie, sich so zu fühlen, als hätten sie ihr Ziel bereits erreicht und ihr Unterbewusstsein wird ihnen dabei helfen, diesen Traum wahr werden zu lassen.
Erarbeiten Sie jetzt einen genauen Plan, immer mit der praktischen Ausführung vor Augen und lassen Sie sich dabei einfach von ihrer Intuition und ihren Gefühlen leiten.
Üben Sie diesen Vorgang immer wieder, auch wenn es mühsam ist und versuchen Sie, dabei eine zuversichtliche und positive Geisteshaltung zu bewahren. Nach einiger Zeit werden Sie dazu fähig sein, ihrem Unterbewusstsein ganz bewusst Befehle zu erteilen um so ihre Ziele zu erreichen.
Affirmationen kennen Sie wahrscheinlich, oder? Das sind ja diese motivierenden Sätze, mit denen man sich selbst etwas schmackhaft machen will. Normalerweise soll man Affirmationen in der Gegenwart formulieren, so als ob das was ich mir wünsche schon geschehen ist. Damit kommen aber viele nicht, zurecht. Deswegen möchte ich Ihnen eine andere Art der Affirmation vorstellen, die auch sonst noch ein paar Vorteile hat.
Das System ist ganz einfach. Sie stellen sich nur ein paar Fragen und zwar:
- · Wäre es nicht schön, wenn… ?
- · Würde das mein Leben einfacher machen… ?
- · Würde mir das gut tun, wenn ich… ?
- · Würde das mein Leben besser machen… ?
- · Würde mich das glücklicher machen, wenn ich… ?
- · Würde mich das zufriedener machen, wenn ich… ?
- · Von all den positiven Folgen, wenn ich … was wäre das Beste daran?
Dazu ein Beispiel: Nehmen wir einmal an, Sie wollen im Umgang mit Ihrem Chef gelassener reagieren. Dann fragen Sie sich:
- Wäre es nicht schön, wenn ich bei meinem Chef/Partner/Kollegen ruhig, entspannt und gelassen wäre?
- Würde das mein Leben einfacher machen, wenn ich bei meinem Chef/Partner/Kollegen locker wäre?
- Würde mir das gut tun, wenn ich mich bei meinem Chef/Partner/Kollegen entspannen könnte?
- Würde das mein Leben besser machen, wenn ich bei meinem Chef/Partner/Kollegen ganz gelassen sein könnte?
- Würde mich das glücklicher machen, wenn ich bei meinem Chef/Partner/Kollegen ruhig, entspannt und gelassen wäre?
- Würde mich das zufriedener machen, wenn ich bei meinem Chef/Partner/Kollegen lockerer sein könnte?
- Von all den positiven Folgen, wenn ich bei meinem Chef/Partner/Kollegen ruhig, entspannt und gelassen wäre, was wäre das Beste daran?
Und das fragen Sie sich dann immer mal wieder, im Laufe des Tages, oder auch konzentriert 10 Minuten lang. Sie können sich natürlich auch selbst Fragen ausdenken, die dahin führen, dass es so wird, wie Sie es sich wünschen.
Gibt es bei Ihnen ein Thema, mit dem Sie das probieren könnten?
5 Tipps für das lösungsorientierte Denken und Handeln:
Es gibt verschiedene Arten, mit Problemen umzugehen:
- Manch einer verschließt die Augen und ignoriert Probleme einfach.
- Ein anderer jammert und beklagt sich, glaubt aber nicht, irgendetwas ändern zu können.
- Wieder andere nehmen die Sache in die Hand und versuchen das Problem zu lösen.
Dass es Personen, die zu der dritten Kategorie gehören, deutlich leichter haben, mit Problemen klarzukommen, dürfte auf der Hand liegen. Erfreulicherweise ist die Zugehörigkeit zu diesen Gruppen nichts, was unveränderlich ist. Wenn Sie also bisher eher zu der ersten oder zweiten Gruppe gehören, können Sie das ändern! Im Folgenden finden Sie hilfreiche Einstellungen und ganz konkrete Handlungsansätze für den konstruktiven und lösungsorientierten Umgang mit Schwierigkeiten aller Art.
Tipp 1: Nicht fragen “Ob…”, sondern “Wie?” und “Was?”
Viele Menschen, die vor einer Herausforderung stehen, fragen sich:
- Ob ich das wohl schaffen kann?
- Ob das überhaupt zu schaffen ist?
- Ob da nicht ganz viel schief gehen kann, wenn ich das versuche?
Diese Gedanken sind verständlich. Je größer eine Aufgabe und je bedrohlicher ein Problem ist, desto stärker werden auch unsere Zweifel. Wir sind uns nicht sicher, ausreichende Fähigkeiten oder Stärken zu haben.
Sich Gedanken über die Grenzen der eigenen Möglichkeiten zu machen, ist grundsätzlich nicht schlecht. Nur als Start für die Bewältigung sind sie eher hemmend. Sie lassen nämlich eine Aufgabe oder ein Problem oft viel größer werden, als es eigentlich ist.
Probieren Sie es mal mit einer anderen Herangehensweise. Mit einer, die Ihnen nicht das Gefühl gibt, vor einer schier unüberwindlichen Mauer zu stehen, sondern die Türen für die verschiedensten Lösungsmöglichkeiten öffnet. Versuchen Sie es einmal mit Fragen wie:
- Wie könnte das zu schaffen sein?
- Was würde es möglich machen, das Problem zu lösen?
- Was brauche ich ganz konkret, um das Problem zu lösen?
- Wer oder was könnte mir dabei helfen?
- Was könnte der erste Schritt sein, diese Schwierigkeit zu überwinden?
Fragen dieser Art beschönigen nicht die Tatsache, dass es unter Umständen schwierig werden könnte. Mit diesen Fragen bewegen wir uns aber dennoch direkt in den Raum der möglichen Lösungen und wenn wir mehr über Lösungen als über Grenzen nachdenken, gibt uns das Kraft und wir fühlen uns aktiv haben das Gefühl, unser Leben gestalten zu können.
Wenn Sie konsequent Ihre “Obwohl …”-Gedanken durch “Wie?”- und “Was?”-Gedanken ersetzen, haben Sie eine gute Ausgangsbasis dafür, Probleme tatkräftig anzugehen.
Tipp 2: Der Weg ist das Ziel – lernen Sie Ihr Problem zu lieben
Wenn wir ein Problem haben, dann wollen wir es am liebsten von heute auf morgen einfach weghaben und vergessen können. Wir sehen es als lästig an und wünschten, wir könnten es wie unseren Müll einfach entsorgen. Dabei vergessen wir eines: Jedes Problem birgt unendlich viele Möglichkeiten für uns, als Mensch zu wachsen und dazuzulernen.
Dem entsprechend ist ein sehr nützlicher Ansatz für die Lösung von Problemen, Herausforderungen jeder Art als Lernaufgabe wertzuschätzen und auch den Lösungsweg selbst lieben zu lernen. Das ist viel weniger theoretisch, als es vielleicht klingt – denn tatsächlich macht genau das fast jeder Mensch in bestimmten Bereichen.
Wer z.B. eine Sportart oder ein Instrument erlernen will, steht zunächst vor einer großen Herausforderung. Menschen, die nun nur auf das – noch nicht erreichte – Ziel schauen, hadern mit sich und ihren Fähigkeiten. Sie sind unzufrieden damit, noch nicht so gut zu sein und vergeuden viel Energie mit Selbstkritik. Darüber vergeht ihnen schnell der Spaß an der Sache und sie geben auf.
Anders ist es bei denjenigen, die die Sache selbst lieben und für die, die Begeisterung für die Tätigkeit entwickeln. Sie können trotz Frustphasen den Lernprozess genießen und gewinnen so aus ihrer Freude die Kraft zum Durchhalten.
Was für Lernprozesse gilt, gilt auch für das Problemlösen. Probleme zu lösen, ist nichts anderes, als dazuzulernen – Fähigkeiten, Erkenntnisse, Erfahrungen. Mathematiker z.B. genießen das Lösen schwieriger mathematischer Probleme – sie fühlen sich dadurch herausgefordert. Und wenn Sie vielleicht gerne Rätselraten, dann wenden Sie bereits diesen hilfreichen Grundsatz des lösungsorientierten Denkens ganz praktisch an.
Für anstehende Problemlösungen, bei denen Ihnen das noch nicht so leicht fällt, können Sie die folgenden Denkfragen nutzen:
- Was könnte gut an diesem Problem sein – für mich und / oder für andere?
- Was kann ich durch dieses Problem / dieser Herausforderung lernen?
- Welche Erfahrungen kann ich machen, die ich ohne es hätte nicht machen können?
- Inwieweit kann dieses Problem bzw. das Lösen desselben meinen Horizont und meine Fähigkeiten erweitern?
Tipp 3: Verstehen Sie das Problem – damit ist es halb gelöst
“Ein Problem ist halb gelöst, wenn es klar formuliert ist.”
John Dewey
So banal diese Aussage klingen mag, so wichtig ist sie. Die meisten Menschen neigen dazu, vorschnell davon überzeugt zu sein, ein Problem bereits erkannt und durchschaut zu haben. Auf diese Weise werden sehr häufig Lösungswege eingeschlagen, die vollkommen in die Irre führen, denn sie passen gar nicht zu der tatsächlichen Herausforderung.
Nehmen wir an, Sie haben einen Konflikt mit einer Arbeitskollegin. Sie fragen sich, was eigentlich das Problem ist und kommen zu der Annahme, dass Ihre Kollegin neidisch auf Sie ist, weil Sie mehr Geld für die gleiche Tätigkeit bekommen. Welche Maßnahmen Sie nun auch immer treffen – falls Neid in diesem Fall nicht das Problem ist, werden sie nicht zur Lösung des Konfliktes führen.
Ein Problem wirklich zu erfassen, ist eine in der Regel ziemlich schwierige Sache. Wir vergessen hier nämlich gerne, dass Probleme und Herausforderungen fast immer die Folge mehrerer Ursachen und Faktoren sind. Natürlich würde es die Sache deutlich leichter machen, wenn wir es mit eindeutigen Ursache-Wirkungen zu tun hätten. In der Realität haben wir es aber mit Systemen, also mit einem Geflecht von ganz verschiedenen Faktoren und ganz verschiedenen Wirkungen zu tun.
Behalten Sie bitte deswegen im Hinterkopf, dass die meisten Dinge sehr viel komplexer sind, als sie auf den ersten Blick aussehen. Das ist ein hilfreicher Gedanke, der uns davor bewahrt, uns zu schnell von der am naheliegendsten Lösung verlocken zu lassen.
Widerstehen Sie also der Annahme, Sie wüssten bereits, worum es geht und beginnen Sie bei der Problemlösung immer damit, noch einmal ganz an den Anfang zu gehen. Tun Sie so, als würden Sie noch nie etwas von dem Problem gehört oder gespürt haben. Im Zen spricht man vom “Anfängergeist“. Gemeint ist damit, dass man sich von seinem Vorwissen, von seinen Vorannahmen und Vorurteilen löst, um frischen Geistes an die Sache gehen zu können.
Versuchen Sie dann das Problem neu zu analysieren:
- So würde ich das Problem beschreiben:
- Worum es noch gehen könnte:
- Und wenn ich noch intensiver nachdenke, worum es zusätzlich gehen könnte:
- Wer und was alles an dem Problem beteiligt ist:
- Was sonst noch Einfluss haben könnte:
- Was bisher versucht wurde, um das Problem zu lösen und welchen Erfolg das hatte:
Tipp 4: Seien Sie offen für viele Möglichkeiten
Dieser Tipp hängt eng mit Tipp 3 zusammen. Wenn Sie sich für den Gedanken öffnen, dass Probleme komplexer sind, als sie auf den ersten Blick wirken, dann fällt es leichter, sich klarzumachen, dass in der Regel nicht eine einzige Lösung zum Ziel führt – und schon gar nicht die erstbeste, die einem einfällt.
Die Sehnsucht danach, möglichst schnell eine passende Lösung zu finden, ist verständlich. Sie führt aber genauso schnell dazu, sich auf einen einzigen Lösungsweg zu versteifen – und der kann ins Nichts führen oder das Problem sogar verstärken. Es ist schon vorgekommen, dass Menschen so fixiert auf ihren eingeschlagenen Lösungsweg waren, dass sie nicht einmal gemerkt haben, dass sich das Problem in der Zwischenzeit erledigt hatte…
Es ist deshalb ratsam, über möglichst viele Lösungsansätze nachzudenken. Das klingt zunächst nach Mehrarbeit, hat aber folgende Vorteile:
- Sie durchdenken ein Problem weitaus intensiver, wenn Sie sich über mehrere Lösungen Gedanken machen.
- Sie verrennen sich nicht so schnell in eine Richtung, sondern bleiben gedanklich flexibel.
- Sie haben auch praktisch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, müssen also nicht verzweifelt sein, wenn ein Weg nicht zum Erfolg geführt hat.
- Und es bietet mir Lösungsansätze für zukünftige Probleme – auch als Präventionsmaßnahme.
Blockieren Sie sich also nie für andere Lösungswege. Nutzen Sie Kreativmethoden, wie z.B. das Brainstorming, um möglichst viele Ideen zu finden. Notieren Sie alle Ideen, auch die, die verrückt klingen – wer weiß, ob nicht gerade in Ihnen die ersehnte Lösung liegt!
Tipp 5: Mut zum Querdenken
Dieser Tipp steckt schon fast in Tipp 4 drin, ist aber so wichtig, dass er extra genannt werden muss: Üben Sie sich im Querdenken.
Querdenken heißt auf Ideen zu kommen, auf die man üblicherweise nicht kommt. Querdenken heißt um die Ecke zu denken. Den Mut zu haben, auch verrückte und scheinbar abwegige Ideen zu entwickeln.
Querdenken ist nicht von heute auf morgen zu lernen, aber es gibt eine Reihe von Hilfsmitteln, mit denen Sie starten können, wie z.B.:
- Fragen Sie Personen, die überhaupt keine Ahnung von dem Problem haben nach ihren Ideen. Unbedarfte haben oft geniale Einfälle, auf die wir durch unser Vorwissen nicht kommen, weil wir in unseren Gedanken festgefahren sind.
- Drehen Sie Ihr Problem einfach einmal um. Fragen Sie also statt “Was kann ich tun, damit meine Beziehung besser wird?” – “Was kann ich tun, damit meine Beziehung schlechter wird?” und am Ende drehen Sie dann die Ideen, die Sie gesammelt haben, erneut um. Das klingt verrückt, aber genau auf diese Weise kommen wir oft auf Ideen, die wir bei der ersten Frage nicht gefunden hätten.
- Nutzen Sie die Macht der Assoziationen. Formulieren Sie Ihr Problem. Schlagen Sie ein Wörterbuch oder ein Lexikon an einer beliebigen Stelle auf und wählen Sie zufällig einen Begriff. Egal, wie wenig der Begriff etwas mit Ihrem Problem zu tun haben scheint, sammeln Sie nun schriftlich alles, was Ihnen zu diesem Begriff im Zusammenhang mit Ihrem Problem einfällt. Probieren Sie es einmal aus – die Wirkung dieser Methode kann wirklich verblüffend sein!
Bitte beachten Sie: es bedarf ein bisschen Übung, auf wirklich neue Gedanken zu kommen. Erwarten Sie hier nicht gleich zu viel von sich, sondern erforschen Sie offen und neugierig diese Art des Denkens.
| Seit Anfang der 80er Jahre nutzt Graham Rogers Mentales Training, um die Leistung seiner Mitarbeiter zu steigern.Parallel gründete er eine der ersten User Help Desks. Durchgezieltes Training der Mitarbeiter ließen sich Ziele früher erreichen.Er gewann tiefe Einblicke in interkulturelle Beziehungen als Country Manager, Vertriebsleiter Central Europa im Software-, Produkt- und Dienstleistungs-Verkauf.
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Des Ingenieurs bester Freund ist sein Kopfkissen!
Vergessen Sie CAD und 3D Simulation: Des Ingenieurs bester Freund ist sein Kopfkissen! Das hat eine neue Umfrage von Vauxhall (Englische Opel) herausgefunden (Quelle: Professional Engineering, 07.05.2003).
Nahezu zwei Drittel der an der Forschung des britischen Autoherstellers beteiligten Ingeniere sagten, dass es der beste Weg einer Lösungsfindung sei, über ein Problem zu schlafen.
Als wahre Ideenschmiede stellte sich das Auto der Ingenieure heraus – 60% bezeichneten ihre Fahrt zur Arbeit als „prime time“ für neue Ideen, bei 28% kommen die Geistesblitze gar im Stau. 47% hingegen finden Musik hilfreich für Inspirationen.
Für Vorgesetzte, die Einfallsreichtum fördern möchten, hat die Befragung gezeigt, dass entweder „hard cash“ oder eine „chill-out“-Zone die besten Optionen sind.
Etwa die Hälfte zitiert finanzielle Vorteile als den besten Weg, um die Gedanken schweifen und aus dem Käfig zu lassen.
Ein vergleichbarer Anteil hingegen ist einfacher zufrieden zustellen – Verwandeln Sie das Bürobedarflager in einen Denk- und Entspannungsbereich mit „bean bags“!
Ingenieuren erscheint das Alleinsein als bestes Mittel für kreative Ergüsse, immerhin gefolgt vom Brainstorming. Erwähnt werden auch Frischluft und körperliche Ertüchtigung.
Die Umfrage stellte aber auch besorgniserregende Aspekte heraus – 58% der britischen Arbeitnehmer glauben, dass harte Geschäftsbedingungen uns zu kreativerem Denken bewegen – aber vielen fehlt der Mut, ihre Ideen zu äußern.
(– aber viele sind durch diesen Gedanken entmutigt ?)
Was ist zu tun?
- Schenken Sie Ihren Mitarbeitern Notizblock und Stift für Ihre Nachttische!
- Für diejenigen mit längeren Anfahrtswegen oder vielen Dienstreisen im Auto – ein Diktiergerät!
- Führen Sie in Ihrem Betrieb den Mittagsspaziergang ein – es ist gut für Gesundheit und Kreativität!
- Weisen Sie einen Entspannungsraum oder -bereich aus, wo leise Musik und bequeme Sitzgelegenheiten zur kurzen Gedankenpause einladen!
- Wenn Sie neue Produkt- und Dienstleistungsinformationen oder Kosten/Nutzen-Argumentationen haben, bitte auf Hör-CD/MP3 aufnehmen – hier kann die Zeit im Auto konstruktiv genutzt werden!
Seminare und Informationen:
www.thinktall.de oder Tel.: +49 (69) 63307107
Pressekontakt: THINKTALL Mental Training

Graham P. Rogers, Kennedyallee 50, D-60596 Frankfurt am Main – Tel.: +49 (69) 63307107 – Fax: +49 (69) 63307106 – E-Mail: info@thinktall.de
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Die 360° Persönlichkeit – Schluss mit den Extremen!
Die 360° Persönlichkeit – Schluss mit den Extremen!
Eine Brennnessel fest anpacken können
Wie könnte es durch menschliches Fehlverhalten zur gegenwärtigen Wirtschaftskrise kommen und wie hätte dieses Fehlverhalten vermieden werden können? So, wie Ökonomen von der „Globally Integrated Corporation“, vom integrierten Unternehmen sprechen und davon, dass nur „integrierte“ Unternehmen langfristig erfolgreich sind, müssen die Voraussetzungen für eine vorausschauende und nachhaltige Unternehmensführung geschaffen werden, um derlei Exzesse künftig zu vermeiden. Doch integrierte Unternehmen können nur von Menschen geführt werden, die ein 360°-Denken und -Handeln leben, die integrierte Persönlichkeiten sind. Doch was heißt das in der Praxis?
Herdentrieb als menschliche Ursache?
Welche sind die menschlichen Ursachen für diese Krise? Die Schuldigen waren schnell gefunden und auch die Gründe dafür. Doch die Ursachen liegen viel tiefer. Wir handeln nach einfachen Regeln, die sich durch die Evolution geprägt haben und die noch heute angewendet werden. Wenn in unserer Frühgeschichte ein Säbelzahntiger auf uns zukam, dann galt es, relativ zügig zu handeln. Dann ging es um einfache, in Jahrtausenden erlernte Heuristiken, um die schnelle Bewertung einer Situation ohne, dass dabei alle Für und Wider gegeneinander abgewogen werden konnten. Mit Situationen, die heuristisch motiviert entschieden werden, haben wir auch heute noch täglich zu tun, und so werden in unserer immer komplexer werdenden Welt die meisten Entscheidungen getroffen.
Denn der Mensch ist nur in Teilen ein rationales Wesen, das seine Entscheidungen auf der Basis von Nachdenken und Analysieren trifft. Oft richtet er sich einfach danach was er will, sowie nach dem, was seine Mitmenschen tun. Wenn „alle es tun“, dann führt das zur Annahme von ungesunden Verhaltensmustern nach dem Motto “es wird schon gut gehen“ und man ist bereit, ein höheres Risiko einzugehen. Für diesen Herdentrieb gibt es in der Evolution gute Gründe: Herden bieten Schutz und die Möglichkeit, von anderen zu lernen. Leider verleiten sie aber auch zu dem Irrglauben, dass das, was alle machen, wohl nicht falsch sein wird. Nicht zuletzt wegen dieses Herdentriebs ist es zur aktuellen Krise gekommen und auch wegen dieses Herdentriebs ist es so schwierig, dort wieder herauszukommen. Der Herdeninstinkt führt dazu, dass man sich – auch in Unternehmen – Verhaltensweisen anschließt, die auf einer verzerrten Wahrnehmung basieren können. Wenn dieser kollektive Zustand eintritt, dann kann so etwas wie eine Wirtschaftskrise, andere Krisen oder kollektives Fehlverhalten entstehen. Dann entstehen „Blasen“, die es in der Geschichte schon häufiger gab, bspw. die Südseeblase von 1720, die zum Britischen Bubble Act gegen Spekulationsblasen führte, die Dotcom-Blase zwischen 1995-2000 und andere.
Kollektive Selbstverstärkung
In der Sozialpsychologie ist dieses Phänomen hinlänglich bekannt und wird als „Shifting Baselines“ bezeichnet. Shifting Baselines beschreiben das Phänomen, dass sich die Orientierungspunkte, anhand derer Menschen ihre Umwelt beurteilen, schleichend verschieben. Das Konzept stammt zwar aus der Umweltforschung, lässt sich aber auch auf Organisationen und Gesellschaften übertragen.
Unser Bedürfnis nach Konformität hat erheblichen Einfluss auf unsere Wahrnehmung von Umweltsituationen. Die Forschung in der Sozialpsychologie nennt das den „informativen sozialen Einfluss“ und stellt dazu fest: „Die gewonnen Erkenntnisse legen nahe, dass sich Menschen aufeinander verlassen, um Realität zu definieren“.
Wir schauen also auf Menschen in unserem direkten Umfeld, wenn es darum geht zu beurteilen, was richtig oder falsch ist und was als „normal“ angenommen werden kann. Je wichtiger die damit verbundenen Konsequenzen sind und je mehr Unsicherheit wir empfinden, d.h. je „stürmischer“ die Zeiten sind, desto stärker orientieren wir uns an anderen. Das bedeutet, dass unsere Wahrnehmungsausprägung überwiegend im engen Umfeld unserer meist sehr homogenen direkten sozialen Bezugsgruppen erfolgt. In einer Art „Bestätigungs-Neigung“ überbewerten Menschen dann Informationen, die ihre Grundeinstellung bestätigen.
Die Geld Illusion
Auch die aktuellsten Erkenntnisse der Neuro-Forschung zeigen, dass es möglicherweise nicht am Charakter einer Person liegt, dass alles so lief wie es uns die Bankenkrise beispielhaft vor Augen führte. Ein wichtiger Teil der Ursachen scheint sich im Ventromedialen Präfrontalen Cortex (VMPFC) des menschlichen Gehirns automatisch abzuspielen. Der VMPFC ist ein Teil des Präfrontalen Cortex in den Frontallappen des menschlichen Gehirns, der für Risiko, Angst, Habgier und Entscheidungen zuständig ist.
Laut einem aktuellen Artikel im renommierten US Wissenschaftsmagazin “Scientific American” fanden Verhaltens-Ökonomen heraus, dass der VMPFC die Stelle im Hirn ist, die für “Geld Illusionen” verantwortlich ist. Sie beziehen sich dabei auf Experimente, die am California Institute of Technology und an der Uni Bonn durchgeführt wurden und auf Scans eines Gehirnscanners optische Hinweise für Geld Illusionen zeigen: Ein Bereich des VMPFC zeigte stärkere Aktivität, wenn es um größere Geldbeträge geht, auch wenn die relative Kaufkraft der Beträge sich nicht verändert hatte, weil Preise ebenfalls gestiegen waren. Im übertragenen Sinn bedeutet das: Diese „Illusion“ tritt offensichtlich auf, wenn Personen Informationen über die sinnentstellenden Effekte von Inflation auf Investitionen ignorieren und, in einem Anfall irrationaler Sprunghaftigkeit, der Ansicht sind, dass etwas viel mehr wert sei als es in Wirklichkeit ist.
Geld Illusion kann beispielsweise, wie in den USA, Großbritannien oder Spanien geschehen, Interessenten eines Hauskaufs aufgrund der irrigen Wahrnehmung, Hauspreise würden unaufhaltsam steigen, davon überzeugen, ein Haus sei immer eine gute Investition. Robert J. Shiller, Wirtschaftsprofessor an der Yale Universität, behauptet, die gestörte Logik der Geld Illusion habe zur Immobilienblase beigetragen: „Weil Menschen sich meist an den Preis ihres Hauses, den sie vor Jahren dafür zahlten, erinnern aber kaum an andere Preise aus dieser Zeit, unterliegen sie dem falschen Eindruck, dass Hauspreise stärker stiegen als andere Preise. Und das führt zu einer unbewusst übertriebenen Empfindung des Investitionspotentials ihres Hauses.“ Auch die beiden Wissenschaftler Amos Tversky und Daniel Kahnemann (der für diese Arbeiten 2002 den Wirtschaftsnobelpreis erhielt) haben sich in ihren Arbeiten bereits mit dem Thema „Geld Illusion“ und anderen psychologischen Schwächen auseinandergesetzt.
Wie ein lebender Organismus
Um nicht immer wieder in diese Fallen zu stolpern müssen Unternehmen grundlegend anders geführt werden als bisher. Banken und auch alle anderen Unternehmen haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Und um diese wahrzunehmen, bedarf es einer Führung, die nachhaltig handeln muss. Grundsätzlich verhalten Unternehmen sich ähnlich einem Organismus. Ein gesunder Organismus arbeitet besser als einer, der krank ist. Das heißt: Je mehr man die miteinander interagierenden Funktionen des Unternehmens in der Praxis umsetzt, desto ganzheitlicher, nachhaltiger und gesünder ist dessen Handlungsweise und damit seine Stabilität.
Und weil das Unternehmen von Menschen geführt wird, müssen zunächst diese Menschen, vor allem die Führungskräfte im Unternehmen, lernen, ganzheitlich zu denken und zu handeln. Eine integrierte Führungspersönlichkeit ist ein Mensch, der sein gesamtes Denken und Handeln ganzheitlich ausrichtet und der integriert handelt. Es ist eine 360°-Persönlichkeit, die Zieldefinition und Zielerreichung unter Einbeziehung von realem menschlichem Ermessen, sowie mentalem Wohlbefinden, vereint.
In diesem Zusammenhang erhält auch das im Umfeld von Mentaltrainings bekannte Prinzip von Denken, Ursache und Wirkung Bedeutung. Das, was ich denke, fühle oder ahne überträgt sich in einen Regelkreislauf und manifestiert sich individuell im Leben des Menschen. Dieses Ursache-Wirkungsprinzip funktioniert solange einwandfrei, solange das was wir denken, fühlen oder ahnen real und nicht verzerrt ist. In der neusten Krise scheint hier sowohl den Managern als auch den Konsumenten so etwas wie der „gesunde Menschenverstand“ abhanden gekommen zu sein.
Wunsch und Wirklichkeit – richtig oder falsch
Wer seine Mitarbeiter rechtzeitig durch Training und Coaching mit diesem Prinzip vertraut macht, wird nicht dem Druck ausgesetzt sein, hohe Ziele zu erreichen, sondern die Zielerreichung wird ein unvermeidliches Ergebnis sein und zu einer tiefen inneren Befriedigung aller Beteiligten führen.
Hört man den Personalexperten zu, wenn sie darüber sprechen, welche Eigenschaften Führungskräfte haben sollen, dann kommt man zunächst nicht umhin, ihnen zuzustimmen. Im Hinblick auf die konventionellen Anforderungen an eine Führungskraft sind sich die Allermeisten einig:
- Sie sollen Leadership Fähigkeiten mitbringen,
- sie sollen Veränderungen mit Energie füllen,
- sie sollen integer, offen und ehrlich sein und vorzugsweise authentisch.
Um nur einige der Softskills zu nennen, die, neben fachlichen Kompetenzen, von externen Beratern genannt und ihren Klienten als Anforderungsprofil für die Führungskräfte von Heute und Morgen verschrieben werden.
Letzteres soll, das ist zumindest die Ansicht von Heike Ballhausen, die beim Personalexperten Towers Perrin für Talent- und Performance zuständig ist, sogar operationalisierbar, erlernbar sein. „Authentizität“, erklärt die Towers Perrin Expertin, „bedeutet auch, sich treu zu bleiben, sich eigener Stärken wie auch Schwächen bewusst zu sein und zu wissen, wie man auf Andere wirkt.“ Sie ist der Ansicht, Authentizität sei unzertrennlich mit Vertrauen verknüpft, denn eine Führungskraft müsse Mitarbeiter mitnehmen können, und dafür müsse sie deren Vertrauen gewinnen. Ein weiteres grundlegendes Merkmal einer 360°-Führungskraft sind nach ihrer Auffassung, deren analytische Fähigkeiten. „Führungskräfte von heute und morgen müssen in der Lage sein, in Modellen zu denken, Szenarien zu entwickeln und darauf aufbauende Entscheidungen zu treffen.“ Potenzialanalysen und 360°-Feedbacks können wertvolle Hinweise auf die Persönlichkeit und die individuellen Fähigkeiten eines Mitarbeiters liefern.
Es sind, wie Oliver Maassen, Executive Vice President Human Resources Germany bei der HypoVereinsbank, meint, eher nicht die Standard-Führungskräfte, die in einem immer komplexer werdenden Umfeld künftig benötigt werden. „Wir werden unsere Führungsnachwuchskräfte künftig verstärkt aus Exotenfächern rekrutieren“, betont Oliver Maassen. „Das können Geisteswissenschaftler sein, Theologen, Forstwirte, Chemiker oder Experten aus anderen Bereichen. In den vergangenen Jahren wurden wir oft belächelt wenn wir sagten, wir wollten eher Persönlichkeiten und „Typen“ haben und nicht nur einfach hochqualifizierte Fachleute. Uns kommt es mehr darauf an, wer diese Menschen sind und was sie sind. Wenn sie in unsere Führungskultur passen, erlernen sie die gegebenenfalls fehlenden fachlichen Kompetenzen in ihrer neuen Position im Unternehmen.“ “Wenn ich Top-Führungskräfte einstelle, dann will ich spüren, ob sie leidenschaftlich für die Aufgabe und das Unternehmen sind, ein hohes Maß an Potential für weiterführende verantwortungsvolle Projekte besitzen und ihr “inneres Feuer auf andere übertragen” können”, ergänzt Martin C. Rusterholz, der als ehemaliger Vice President International Sales von Media Markt über hohe interkulturelle Kompetenz verfügen muss und sich selbst als authentisch einschätzt. “Um die Persönlichkeit eines Mitarbeiters einschätzen zu können, will ich auch wissen, in welchem privaten und persönlichen Umfeld sie oder er sich bewegt. Was macht die Person in ihrer Freizeit? Und wenn ich dann noch dessen Partner oder Partnerin kennenlernen kann, dann weiß ich meist ziemlich genau, ob die oder der Neue zu uns passt.”
Christoph Aldering, Mitglied der Geschäftsleitung bei Kienbaum Management Consultants, sieht Probleme hingegen nicht so sehr in den Eigenschaften und Qualifikationen der einzelnen Führungskräfte. Für ihn ist eine systemische Sichtweise wichtiger als Kritik an Personen. “Die Systeme haben es nicht geschafft, menschliche Schwächen zu kompensieren”, erklärt der Kienbaum Experte für Management Diagnostik und Entwicklung. “Ganzheitliche Sichtweisen werden schon lange gepredigt”, fährt er fort und ergänzt, “aber zuerst mal müssen die meisten Unternehmen ihre Hausaufgaben machen. In vielen Bereichen liegt es oft an Umsetzungs-, Konsequenz- und Kontinuitätsproblemen, dass es zu Fehleinschätzungen und entsprechenden Entscheidungen kommt.”
Einen von diesen Anforderungen erheblich abweichenden Ansatz vertritt der Bremer Psychologie Professor Peter Kruse. Für den Hirnforscher und Geschäftsführer des Unternehmens nextpractice sagen heute nicht mehr so sehr die persönlichen Eigenschaften oder die fachlichen Kenntnisse etwas über die Qualität einer Führungspersönlichkeit. Ausschlaggebend ist seiner Meinung nach viel mehr deren Fähigkeit, in Netzwerken zu denken und zu arbeiten: “Mit der Explosion der Vernetzungsdichte in der Welt hat sich die Schere zwischen den Erkenntnismöglichkeiten des Einzelnen und der Wirkungskraft getroffener Entscheidungen immer weiter geöffnet. Über Rückkoppelung und Aufschaukelung können kleine Ursachen völlig unkalkulierbare Effekte hervorbringen. Komplexität und Veränderungsdynamik haben ein Ausmaß erreicht, in dem das Vertrauen auf einen individuellen Macher oder Experten zum untragbaren Risiko wird. Angesichts immer unüberschaubarer werdender Herausforderungen ist die Nutzung kollektiver Intelligenz längst keine modische Attitüde mehr, sondern ein unverzichtbares Erfolgsprinzip. Vernetzung ist das Problem und die Lösung. Wer in einer vernetzten Welt dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben will, tut gut daran, sich auch als Netzwerk zu organisieren.”
Ganzheitliches Denken und Handeln
Ob all diese Fertigkeiten letztlich wirklich dazu befähigen, angesichts zunehmend komplexerer und hochdynamischer Strukturen und Aufgaben langfristig erfolgreich zu sein, hängt im Grunde genommen davon ab, über welches intrinsische und ganzheitliche Verhalten eine Person als Mensch verfügt. Das Konzept, das hinter der 360°-Führungspersönlichkeit steht, setzt weit vorher an, dort, wo die Grundlagen für die später gewünschten nachhaltigen und authentischen Führungskräfte gelegt werden. Eine 360°-Persönlichkeit ist aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur durchaus in der Lage kurzfristig zu handeln und sich gleichzeitig darüber bewusst zu sein, welche mittel- und langfristigen Auswirkungen ihr Handeln haben wird. Sie ist in der Lage „eine Brennnessel fest anzupacken und keine Angst vor deren Wirkung zu haben“. Es geht dabei auch um den nachhaltigen Umgang mit Mitarbeitern, vor allem in schwierigen Situationen. Um sich selbst zu schützen kann man beispielsweise einem Mitarbeiter in abschätzender und aggressiver Art und Weise sagen, dass er für eine Position im Unternehmen nicht geeignet ist. Es kann auch mit Wertschätzung geschehen.
Eine 360°-Persönlichkeit
- erklärt dem Mitarbeiter, warum es notwendig ist „für uns als Team“ und für ihn als Person mit den für die Position geforderten Fähigkeiten zu arbeiten oder aber eine andere Position zu finden, in der er viel wertvoller eingesetzt werden kann und selbst zufriedener ist und auch für das Unternehmen einen besseren Beitrag leisten kann. Die Realität ist vielfach eine andere: Meistens wird ein Mitarbeiter wegen Unfähigkeit und wegen fehlender fachlicher und/oder sozialer Kompetenz gekündigt. In den seltensten Fällen wird wertschätzendes Feedback und Informationen gegeben, wie man das Problem gemeinsam lösen kann
- kann ohne weiteres kurzfristig eine Entscheidung treffen, die langfristig vielleicht keinen Bestand hat. Er tut dies aber im Bewusstsein, dass er später damit umgehen muss. Häufig fehlt genau diese Einstellung: Die Erwartungshaltung ist häufig eine „Nach-mir-die- Sintflut“-Haltung, denn oft denkt und handelt man im Bewusstsein, dass man später sowieso nicht mehr in dieser Position sein wird und deshalb nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann
- vertritt bestimmte persönliche Grundwerte und Grundsätze, an denen sie ihr Handeln ausrichtet und die zu „Erfolg“ führen. Dazu ein einfaches Beispiel: Eine Reihe von Studien beweisen, dass Dankbarkeit – gleichgültig an wen oder was gerichtet – gesundheitsfördernd ist sowie die eigene Kreativität und Elan steigert
- arbeitet nicht nur an ihrer Karriere, sondern hat auch vielfältige Ziele außerhalb ihrer Karriere. Beispielsweise könnte ein Ziel sein, einen erfüllten Job zu haben und künftig 40% anstatt wie bisher nur 10% mit der Familie zu verbringen. Auch der für seine Untersuchungen zur Emotionalen Intelligenz bekannte Psychologe Dan Goleman rät in diesem Zusammenhang dazu, sich Betätigungsfelder jenseits der Arbeit zu suchen, um die eigenen Verhaltensdefizite zu verringern.
Ein solcher Mensch muss sich im Klaren darüber sein, ob seine Ziele auch wirklich seine echten Ziele sind. Echte Ziele sind intrinsisch, sie kommen von Innen und können nicht extrinsisch, „von außen aufgezwungen“ werden. Selbst das Ziel, ein Haus, ein Auto oder ein Handy zu haben, kann zu einer Katastrophe werden, wenn „alle“ eines haben und man es selbst nicht hat, weil man es sich nicht leisten kann. Wer in sich ruht und ausgeglichen ist, verfällt erst gar nicht in ein solches Werteschema.
Abschied von der Vereinfachung
Weil die Veränderungsgeschwindigkeit immer weiter zunimmt gilt es, das eigene Verhalten, die Emotionen und auch Handlungen mit dem Unternehmen und der Wirklichkeit in Einklang zu bringen. Deshalb richtet eine 360°-Persönlichkeit ihr Leben ganzheitlich aus. Diese auch als resonant bezeichneten Personen sind Menschen mit hoher emotionaler und mentaler Intelligenz, die, losgelöst von Management-Theorien, ganzheitliche Verhaltensweisen in allen Lebenslagen, privat wie beruflich, leben.
Im Gleichgewicht bleiben
So zeigt beispielsweise das „Lebens-Säulen Modell“ des „blue plan“ (s. Textkasten „the blue plan“), welche Bedeutung ein in sich geschlossenes, aber nach Außen offenes Denken und Handeln hat. Es beruht auf den vier Grundsäulen menschlichen Daseins: Sinn, Job, Beziehungen und Körper und ist die Basis des Denkens und Handelns eines ganzheitlichen Menschen, die auch eine 360°-Führungskraft sein kann.

Die eigene Persönlichkeit liegt, verbildlicht als Ball, auf einem waagerecht positionierten Tisch, der von diesen Säulen getragen wird. Wenn eine der Säulen weniger oder stärker beachtet oder gelebt wird, gerät der Ball auf dem Tisch aus dem Gleichgewicht – und damit das eigene Leben. All diese Säulen stehen in sensibler Wechselwirkung zueinander und es kommt darauf an, in welche Richtung jeder sein Leben auspendelt. Hat man einen stärkeren Focus auf seinen Job, dann leidet beispielsweise die Beziehung oder der Körper/die Gesundheit oder umgekehrt. Das Konzept des blue plan orientiert sich an der Idee einer Art universeller Ausgeglichenheit, die zu einer inneren Ruhe führt. Es versorgt den Körper mit den für die Prägung einer 360°-Persönlichkeit erforderlichen Mitteln und Werkzeugen, wobei im Hintergrund stets die Fragen nach den Zielen und Prioritäten in den vier Bereichen stehen und wie man mit den einzelnen Herausforderungen umgeht, ohne dabei eine der Lebens-Säulen zu vernachlässigen.
Insbesondere dem Körper, der Physis des Menschen, kommt auch im Hinblick auf die emotionalen und mentalen Fähigkeiten, eine besondere Bedeutung zu: Wer sich körperlich fit hält, joggt, viel spaziert, regelmäßig Sport treibt, dessen Hirn wird und arbeitet aufgrund der stärkeren Zufuhr von Sauerstoff, Nährstoffen und einer besseren Durchblutung leistungsfähiger und der Sport-Treibende wird sogar intelligenter. Darüber hinaus lässt sich Stress erheblich besser abbauen und der Körper baut Unmengen von Antioxidantien in Form der Vitamine E und C auf. Zwar wird seit Längerem vermutet, dass Bewegung zu einem verbesserten mentalen Wohlbefinden führt. In jüngster Zeit erst haben intensive Forschung und unzählige Experimente weltweit die entsprechenden Beweise dazu geliefert.
Verantwortung am Kunden orientieren
Auf den Unternehmenskontext übertragen bedeutet dies, dass ein 360°-Manager die längerfristigen Ziele des Unternehmens quasi automatisch in seine Entscheidungsprozesse mit einbezieht. Er fragt nach der Verantwortung gegenüber dem Kunden und sorgt mit seinen Entscheidungen dafür, dass der Kunde, der sich ebenfalls in einem immer komplexer werdenden Umfeld bewegt, in die Lage versetzt wird, wohlinformiert Entscheidungen treffen zu können. Je komplexer das Produkt, umso besser muss die Aufklärung darüber sein. Denn das längerfristige Ziel des Unternehmens ist nur dann gesichert, wenn es sich am Wohl des Kunden ausrichtet. Deshalb sind für eine 360°-Führungskraft Stimmungen wichtiger als Sachfragen. Sie lebt und lehrt den respektvollen Umgang mit Kunden genauso wie mit Mitarbeitern und Untergebenen.
Eine 360°-Persönlichkeit erkennt Signale rechtzeitig, bevor Entscheidungen getroffen werden. Die meisten schlechten Entscheidungen von Managern beruhen darauf, dass sie zuvor nicht alle relevanten Aspekte überprüften. Ein 360°-Manager kann, auch wenn er heuristisch orientierte Entscheidungen trifft, diese jederzeit guten Gewissens treffen. Wenn das Wesen einer Person ausgeglichen und damit gefestigt ist, wenn die Beziehung zwischen seinem Geist und seinem Körper stimmt und wenn die Prioritäten klar sind, besteht keine Gefahr, sich zu Entscheidungen verleiten zu lassen, die möglicherweise auf einer verzerrten kollektiven Wahrnehmung beruhen, die nicht hinterfragt wurden.
Mentale Kraft zur Veränderung
Persönlichkeitsbildung ist erlernbar, erfordert gleichwohl den Willen zur Veränderung. Eine 360°-Führungskraft ergründet stets die Wahrheit über sich selbst. Zu wissen, wo das wahre Selbst mit dem eigenen Ideal übereinstimmt, gibt Energie, sich dem Prozess der Schließung der Lücke zwischen eigenem Soll und Sein zu widmen. Dieser Veränderungsprozess erfolgt sowohl auf der neuronalen als auch auf der Wahrnehmungsebene. Forscher an der University of Pittsburgh und der Carnegie Mellon University konnten nachweisen, wie der Präfrontale Cortex aktiviert wird, wenn wir uns mental auf eine Aufgabe vorbereiten. Je stärker diese vorherige Aktivierung ist, desto besser erledigen wir die betreffende Aufgabe. Ohne diese Stimulation werden altbewährte, aber unerwünschte Routinen ständig wiederholt. Die Führungskraft, die einfach nicht zuhört, wird ihrem Mitarbeiter erneut das Wort abschneiden, ein unbarmherziger Chef wird abermals zu einer Attacke ausholen und so weiter. Deshalb ist ein Lernplan so wichtig. Ohne diesen besitzen wir im wahrsten Sinne des Wortes nicht die mentale Kraft zur Veränderung.
Um einen nachhaltigen Verhaltenswandel zu erreichen und alte, im Gehirn fest verankerte Gewohnheiten abzulegen ist – kurz gesagt – Übung nötig. Nur dann werden die neuen Vernetzungen im Gehirn die alten ersetzen.
Eine 360°-Führungspersönlichkeit ist in der Lage emotional zu führen. Das belegen Erkenntnisse aus der individual- und organisationspsychologischen Forschung klar: Emotionale Führung ist der Funke, der die Leistung eines Unternehmens entzündet und damit entweder das, wie Goleman es nennt, Freudenfeuer entfacht oder alles in Schutt und Asche legt.
Fazit
Die meisten Situationen, die aus Anforderungen, die an Führungskräfte gestellt werden und aus deren Erfüllung bestehen, sind umso entspannter, je deckungsgleicher sie sind. Die Erfahrung zeigt, dass genau an dieser Stelle nach wie vor eine erhebliche Bruchstelle zwischen Anspruch und Wirklichkeit in den Unternehmen existiert. Konsequenz, Methodik und Fachwissen sind, neben den im Beitrag genannten Softskills, zentrale Anforderungen. Diese Defizite lassen sich nur nachhaltig beseitigen, wenn die Führungspersönlichkeiten, die für die Geschicke in den Unternehmen verantwortlich sind, ganzheitlich und kompetent sind und sich entsprechend verhalten. Dr. Dagmar Wilbs, beim Consulting und Outsourcing Spezialisten Mercer Leiterin der Human-Capital-Beratung in Zentraleuropa, kommt dem Wesen einer 360°-Führungskraft schon sehr nahe wenn sie sagt: „Es ist ein neuer Managertyp erforderlich, der heute verstärkt in der Lage sein muss, sich in unterschiedlichen Kontexten und Kulturen zu bewegen, sowie sich mit Komplexität, Widersprüchlichkeiten, Unsicherheit und steigender Veränderungsgeschwindigkeit effektiv auseinanderzusetzen.“ Ganzheitlich denkende und handelnde Menschen gibt es bisher nur sehr vereinzelt – allerdings sind diese Fähigkeiten erlernbar.
Autor: Graham P. Rogers ist von Helsinki bis Madrid als Spezialist für die nachhaltige Umsetzung von mentalem Training im Business Umfeld für große und mittelständische Unternehmen unterwegs. Er bedient sich dabei der Werkzeuge eines Coaches und Business Trainers.

Der Kreis als Idealform
Jeder Mensch kann sich innerhalb nur kurzer Zeit und mit wenig Aufwand zu einer ganzheitlichen Persönlichkeit umgestalten. Davon geht das Konzept des „the blue plan“ aus. Das Konzept basiert auf 19 Techniken, die für alle Lebensbereiche gelten und mit denen jeder, nach vorheriger Anleitung, innerhalb von täglich nur wenigen Minuten Training beispielsweise Termindruck oder die Belastung durch unwichtige Gedanken verringern, leichter Prioritäten setzen, in kürzester Zeit neue Energie tanken und sich stressfrei mit schnellem „Slow Food“ wach statt müde essen kann und mehr. Die Technik basiert auf modernsten gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie wurde von renommierten Gesundheitsexperten mitentwickelt und wird in zahlreichen Führungskräftetrainings und Mitarbeiterschulungen vermittelt. Von Praktikern wird sie als Basis für ein Leben als 360°-Persönlichkeit bezeichnet.
Die Grafik zeigt die einzelnen Schritte, die sich in beliebiger Reihenfolge üben lassen.

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Sternstunde in Groß-Gerau
| 25. September 2010 | ||
| 12:30 | bis | 13:30 |
Ort: Landratsamt Groß-Gerau, Wilhelm-Seipp-Straße, 64521 Groß-Gerau
Mit der Sternstunde sind wir dieses Mal in die Tagesveranstaltung für Gründer »existenZündung – Experten für Gründung und Unternehmensaufbau sind für sie da« eingebettet.
Moderation:
Kai-Jürgen Lietz
Referenten
Michaela Höhle: Die Kunst, Stolpersteine in Glanzlichter zu verwandeln
Cosima Reichwein: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Christian Görtz: Nachfrage schaffen mit System
Andreas Richter: Erfolg beginnt im Kopf
Matthias Garten: Präsentationen müssen verkaufen
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Nachtrag zur Sternstunde auf der Aufschwung-Messe
Die Sternstunde für Unternehmer auf der Aufschwung-Messe hat uns als Referenten sehr viel Spaß gemacht. Das nächste Jahr kommen wir bestimmt wieder.
Hier die Vorträge:
Christian Görtz – Nachfrage schaffen mit System
Christoph Burkard – Die Mathematik des erfolgreichen Verkaufs
Uwe Hiltmann – Referenzenmarketing – Lassen Sie Ihre Kunden Gutes über Sie sagen
Lilla Boros-Gmelin – Motivation durch Mediation
Matthias Garten – Präsentationen müssen verkaufen
Graham Rogers – Ein Spitzenleben dank Mentaltraining
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